KlangCity

Vertrag zur Auftragsverarbeitung

nach Art. 28 Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

Auftragsverarbeiterin

Mittu Klangfeld UG (haftungsbeschränkt)
Luxemburger Straße 308, 50937 Köln, Deutschland
Handelsregister Amtsgericht Köln, HRB 129013
Vertreten durch Amit Yadava (Geschäftsführer)
E-Mail: events@klangfeld.org

— nachfolgend „wir" oder „Auftragsverarbeiterin" —

Verantwortlicher

Die Organisation, die KlangCity nutzt und in deren Namen ein kostenpflichtiges Paket gebucht wurde, vertreten durch die Person, die die Organisation angelegt oder das Paket gebucht hat.

— nachfolgend „du" oder „Verantwortlicher" —

0. Wie dieser Vertrag zustande kommt

Dieser Vertrag ergänzt die AGB und wird Bestandteil des Nutzungsvertrags, sobald du für deine Organisation ein kostenpflichtiges Paket buchst oder KlangCity mit personenbezogenen Daten Dritter (z. B. Beschäftigten, Mitgliedern, Kundinnen und Kunden) nutzt. Er gilt in Textform gemäß Art. 28 Abs. 9 DSGVO; einer Unterschrift bedarf es nicht.

Brauchst du ein unterschriebenes Einzelexemplar oder dein eigenes Vertragsmuster, schreib an events@klangfeld.org — wir stellen es bereit.

Rollenverteilung. Für die Daten, die du in KlangCity verarbeitest, bist du der Verantwortliche: Du entscheidest, wer ein Konto bekommt, welche Inhalte entstehen und wie lange sie bleiben. Wir verarbeiten diese Daten ausschließlich für dich. Für unsere eigenen Kundendaten (Rechnungen, Vertragskorrespondenz, Zahlungsabwicklung) sind wir selbst Verantwortliche; dafür gilt unsere Datenschutzerklärung, nicht dieser Vertrag.

1. Gegenstand, Art und Zweck der Verarbeitung

Gegenstand ist der Betrieb der Software KlangCity als von uns gehosteter Dienst (Software as a Service). Wir verarbeiten personenbezogene Daten ausschließlich, um dir die im Nutzungsvertrag vereinbarten Funktionen bereitzustellen. Dazu gehören:

  • Projekt- und Aufgabenverwaltung einschließlich Kommentaren, Checklisten und Verlaufseinträgen
  • Chat in Kanälen und Direktnachrichten, einschließlich Anhängen und Sprachnachrichten
  • Video- und Sprachanrufe sowie deren Transkription und Protokollierung
  • Kalender, Meetings, Umfragen und Präsentationen
  • Dateiablage (Drive), Lager und Unternehmenshandbuch
  • das E-Mail-Postfach für Kundenkorrespondenz, sofern du es einrichtest
  • Benachrichtigungen per Push und E-Mail
  • KI-gestützte Funktionen (Protokolle, Wochenberichte, Brainstorming, Avatar-Chat), soweit du sie aktivierst

Eine Verarbeitung zu eigenen Zwecken findet nicht statt. Wir werten deine Inhalte weder aus noch nutzen wir sie zum Training von KI-Modellen, und wir geben sie nicht zu Werbezwecken weiter.

2. Dauer

Der Vertrag beginnt mit der Bereitstellung des Dienstes und läuft, solange der Nutzungsvertrag besteht. Er endet mit dessen Beendigung. Ziffer 9 (Löschung und Rückgabe) gilt darüber hinaus.

3. Art der Daten und Kreis der Betroffenen

Kategorien betroffener Personen

  • deine Beschäftigten, Mitglieder, Ehrenamtlichen und Gäste, die ein KlangCity-Konto haben
  • Personen, die in Inhalten vorkommen, ohne selbst ein Konto zu haben (etwa als genannte Ansprechperson in einer Aufgabe)
  • deine Kundinnen, Kunden und sonstigen Korrespondenzpartner, wenn du das E-Mail-Postfach nutzt

Kategorien personenbezogener Daten

  • Stammdaten: Name, E-Mail-Adresse, Rolle, Zugehörigkeit zu Organisation, Team und Expertisengruppen
  • Zugangsdaten: Passwort-Hash, Sitzungsmerkmale, Geräte-Kennung für Push-Benachrichtigungen
  • Inhaltsdaten: alles, was in der App entsteht — Aufgaben, Kommentare, Nachrichten, Dateien, Kalendereinträge, Notizen
  • Kommunikationsdaten: Chatverläufe, Sprachnachrichten, Anrufe, Transkripte, Meeting-Protokolle, E-Mails im Postfach
  • Nutzungsdaten: Zeitpunkte von Anmeldungen und Aktivitäten, gelesen/ungelesen, Anwesenheit im Anruf
  • Abrechnungsdaten: Paket, Anzahl der Plätze, Zahlungsstatus (die Zahlungsdaten selbst liegen bei Stripe, nicht bei uns)

Besondere Kategorien nach Art. 9 DSGVO sind nicht Gegenstand des Dienstes. KlangCity fragt sie nicht ab. Weil die Inhaltsfelder frei beschreibbar sind, kannst du sie technisch dennoch eintragen — dann bist du dafür verantwortlich, dass eine Rechtsgrundlage dafür besteht, und du sagst uns vorher Bescheid, damit wir prüfen können, ob unsere Maßnahmen dafür ausreichen.

4. Weisungsgebundenheit

Wir verarbeiten die Daten ausschließlich auf deine dokumentierte Weisung. Der Nutzungsvertrag, dieser Vertrag und die Funktionen, die du in der App auswählst, sind deine Weisung. Weitere Weisungen erteilst du in Textform an events@klangfeld.org.

Halten wir eine Weisung für rechtswidrig, sagen wir es dir und dürfen die Ausführung aussetzen, bis du sie bestätigst oder änderst. Sind wir aufgrund einer Rechtsvorschrift der EU oder eines Mitgliedstaats zu einer Verarbeitung verpflichtet, informieren wir dich vorher darüber, sofern das Recht dies nicht verbietet.

Weisungen, die eine Änderung der Software erfordern, setzen wir nur um, soweit sie technisch möglich und zumutbar sind; über den Aufwand verständigen wir uns vorher.

5. Vertraulichkeit

Alle Personen, die bei uns Zugriff auf deine Daten haben können, sind zur Vertraulichkeit verpflichtet und über die einschlägigen Datenschutzvorgaben unterrichtet. Die Verpflichtung wirkt über das Ende ihrer Tätigkeit hinaus.

Der Betrieb erfolgt derzeit ausschließlich durch den Geschäftsführer. Kommen weitere Personen hinzu, gilt dasselbe für sie, bevor sie Zugriff erhalten.

Zugriff auf Inhalte nehmen wir nur, soweit es für Betrieb, Fehlersuche oder eine von dir angefragte Unterstützung erforderlich ist.

6. Unterauftragsverarbeiter

6.1 Du erteilst uns eine allgemeine Genehmigung zur Beauftragung von Unterauftragsverarbeitern im Sinne des Art. 28 Abs. 2 Satz 2 DSGVO. Die zum Stand dieses Vertrages eingesetzten Unternehmen sind in Anlage 3 abschließend aufgeführt.

6.2 Wir schließen mit jedem Unterauftragsverarbeiter einen Vertrag, der ihm im Wesentlichen dieselben Pflichten auferlegt, die uns dieser Vertrag auferlegt. Findet eine Übermittlung in ein Drittland statt, geschieht das nur auf einer der in Art. 44 ff. DSGVO vorgesehenen Grundlagen; welche das im Einzelfall ist, steht in Anlage 3.

6.3 Wollen wir einen Unterauftragsverarbeiter hinzufügen oder austauschen, informieren wir dich mindestens vier Wochen vorher per E-Mail an die im Konto hinterlegte Adresse. Du kannst innerhalb dieser Frist aus einem wichtigen datenschutzrechtlichen Grund widersprechen. Können wir den Widerspruch nicht ausräumen, darfst du den Nutzungsvertrag zum geplanten Wechseldatum außerordentlich kündigen; wir erstatten dir im Voraus gezahlte Entgelte anteilig.

6.4 Nicht als Unterauftragsverarbeitung im Sinne dieser Ziffer gelten reine Nebenleistungen ohne bestimmungsgemäßen Zugriff auf Inhalte, etwa Telekommunikationsleistungen oder Wartung von Hardware.

7. Unterstützung des Verantwortlichen

7.1 Betroffenenrechte. Wendet sich eine betroffene Person mit einem Auskunfts-, Berichtigungs-, Lösch- oder sonstigen Antrag direkt an uns, leiten wir ihn unverzüglich an dich weiter und beantworten ihn nicht selbst. Wir unterstützen dich bei der Erfüllung mit geeigneten technischen Mitteln, soweit dir das nicht ohnehin in der App möglich ist.

Die App enthält dafür bereits: den Export der eigenen Daten als Datei (JSON, Einstellungen → Sicherheit), die Änderung der Stammdaten, die Löschung des eigenen Kontos und die Löschung einzelner Inhalte.

7.2 Sicherheit, Meldungen, Folgenabschätzung. Wir unterstützen dich bei der Einhaltung der Art. 32 bis 36 DSGVO, insbesondere bei der Sicherheit der Verarbeitung, bei Meldungen an die Aufsichtsbehörde, bei Benachrichtigungen betroffener Personen und bei einer Datenschutz-Folgenabschätzung. Anlage 2 ist dafür die Beschreibung unserer Maßnahmen.

7.3 Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten. Werden uns Verletzungen bekannt, die deine Daten betreffen, informieren wir dich unverzüglich, spätestens innerhalb von 24 Stunden nach Kenntnis in Textform. Die Meldung enthält, soweit bekannt: Art der Verletzung, betroffene Datenkategorien, ungefähre Zahl der betroffenen Datensätze, wahrscheinliche Folgen und die ergriffenen oder vorgeschlagenen Maßnahmen. Fehlende Angaben reichen wir nach. Die Meldung an die Aufsichtsbehörde nach Art. 33 DSGVO obliegt dir.

8. Nachweise und Kontrollen

8.1 Wir weisen dir auf Anfrage die Einhaltung der Pflichten aus diesem Vertrag nach, in der Regel durch Auskunft in Textform und durch die jeweils aktuelle Fassung der Anlage 2.

8.2 Du darfst dich im erforderlichen Umfang von der Einhaltung überzeugen — nach Terminabsprache, während der üblichen Geschäftszeiten, ohne Störung des Betriebsablaufs und höchstens einmal jährlich, es sei denn, es gibt einen konkreten Anlass. Prüfungen durch von dir beauftragte Dritte setzen voraus, dass diese nicht mit uns im Wettbewerb stehen und zur Verschwiegenheit verpflichtet sind.

8.3 Nachweise unserer Unterauftragsverarbeiter (etwa deren Zertifizierungen oder Prüfberichte) legen wir vor, soweit sie uns vorliegen und wir sie weitergeben dürfen.

9. Löschung und Rückgabe nach Vertragsende

9.1 Nach Beendigung des Nutzungsvertrags löschen wir alle für dich verarbeiteten personenbezogenen Daten oder geben sie dir zurück — nach deiner Wahl, die du bis zum Ende des Vertrags mitteilst.

9.2 Ohne abweichende Mitteilung gilt: Wir halten die Daten 30 Tage nach Vertragsende zum Export bereit und löschen sie danach aus dem laufenden Betrieb.

9.3 Sicherungen. Aus technischen Sicherungskopien werden Daten nicht einzeln entfernt; das würde die Sicherung als Ganzes entwerten. Sie verschwinden dort automatisch mit dem Ablauf der Aufbewahrung. Die längste Frist beträgt 90 Tage (Anlage 2, Ziffer 6). Bis dahin bleiben die Sicherungen den in Anlage 2 beschriebenen Schutzmaßnahmen unterworfen und werden ausschließlich zur Wiederherstellung verwendet.

9.4 Gesetzliche Aufbewahrungspflichten bleiben unberührt. Sie betreffen nicht deine Inhalte, sondern unsere eigenen Handels- und Steuerunterlagen (Rechnungen, Vertragsdaten).

10. Haftung

Es gelten die Haftungsregeln des Nutzungsvertrags. Art. 82 DSGVO bleibt unberührt.

11. Schlussbestimmungen

11.1 Änderungen dieses Vertrages bedürfen der Textform. Das gilt auch für die Abbedingung dieses Formerfordernisses.

11.2 Bei Widersprüchen zwischen diesem Vertrag und dem Nutzungsvertrag oder den AGB geht dieser Vertrag vor, soweit es um die Verarbeitung personenbezogener Daten in deinem Auftrag geht.

11.3 Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt der übrige Vertrag wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt, was ihrem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.

11.4 Es gilt deutsches Recht. Gerichtsstand ist Köln, soweit du Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen bist.


Anlage 1 — Übersicht der Verarbeitungen

VerarbeitungZweckDatenkategorien
Konto und AnmeldungZugang, Rollen, SicherheitStammdaten, Zugangsdaten, Anmeldezeitpunkte
Projekte, Aufgaben, KanbanZusammenarbeitInhaltsdaten, Zuordnung zu Personen
Chat und DirektnachrichtenKommunikation im TeamKommunikationsdaten, Anhänge
Anrufe und MeetingsBesprechungen, ProtokolleKommunikationsdaten, Transkripte, Teilnahme
Drive, Lager, HandbuchDateiablage und WissenInhaltsdaten, Dateien, Metadaten
E-Mail-PostfachKundenkorrespondenzKommunikationsdaten Dritter
BenachrichtigungenHinweise auf EreignisseStammdaten, Geräte-Kennung
KI-FunktionenProtokolle, Berichte, Vorschlägedie jeweils übergebenen Inhalte
AbrechnungVertragserfüllungAbrechnungsdaten

Anlage 2 — Technische und organisatorische Maßnahmen (Art. 32 DSGVO)

Diese Anlage beschreibt den Stand zum oben genannten Datum. Sie nennt nur Maßnahmen, die tatsächlich umgesetzt sind.

1. Vertraulichkeit

Zutritt. Die Server stehen in Rechenzentren unserer Anbieter (Anlage 3); physische Zutrittskontrolle liegt dort. Eigene Serverräume unterhalten wir nicht.

Zugang. Der administrative Zugang zum Server erfolgt ausschließlich über SSH mit Schlüsselpaar; Anmeldung mit Passwort und Anmeldung als Administrator per Passwort sind abgeschaltet. Wiederholte Fehlversuche werden automatisch gesperrt (fail2ban). Eine Firewall lässt nur die benötigten Dienste zu; Datenbank, Zwischenspeicher und interne Dienste sind ausschließlich lokal erreichbar und nicht aus dem Internet.

Nutzerkonten werden mit E-Mail-Adresse und Passwort angelegt. Passwörter werden nur als bcrypt-Hash gespeichert, nie im Klartext; sie müssen mindestens zehn Zeichen haben, dürfen weder Namen noch Adresse der Person enthalten und werden gegen bekannte Datenlecks geprüft (dabei verlassen nur fünf Zeichen eines Hashes den Server). Die Registrierung und die Anmeldung sind gegen automatisierte Angriffe geschützt (Bot-Prüfung, Sperre nach mehreren Fehlversuchen, Begrenzung der Anfragen je Adresse). Die E-Mail-Adresse muss bestätigt werden. Ein Passwort-Zurücksetzen läuft über einen Einmal-Link, der nur als Hash gespeichert ist und nach einer Stunde verfällt.

Zweiter Faktor. Jede Person kann einen zweiten Faktor nach RFC 6238 (Authenticator-App) einrichten; das Geheimnis dafür liegt verschlüsselt in der Datenbank, Ersatzcodes nur als Hash. Du kannst den zweiten Faktor für alle Mitglieder deiner Organisation verpflichtend machen — wer keinen hat, kommt dann nicht über die Einrichtungsseite hinaus. Die Pflicht ist in jedem Paket enthalten.

Anmeldungen. Jeder Anmeldeversuch wird mit Zeitpunkt, Adresse, gekürzter Browser-Kennung und Ergebnis festgehalten (90 Tage); die Person sieht die Liste selbst und wird bei einem unbekannten Gerät per E-Mail gewarnt. Passwortänderung und „überall abmelden" beenden alle bestehenden Sitzungen sofort.

Netze. Du kannst den Zugriff auf deine Organisation auf bestimmte IP-Bereiche beschränken (etwa Büro oder VPN). Die Prüfung sitzt an derselben Stelle wie jede Rechteprüfung und greift bei jeder Anfrage; Inhaber:innen sind ausgenommen, damit eine fehlerhafte Liste korrigierbar bleibt.

Zugriff. Jede Organisation ist ein eigener Mandant. Die Zugriffsregeln liegen zentral im Code und prüfen bei jeder Anfrage die Zugehörigkeit zur Organisation; unbekannte Fälle sind grundsätzlich gesperrt, nicht erlaubt. Es gibt abgestufte Rollen (Inhaber, Verwaltung, Mitglied, Gast) und für das E-Mail-Postfach eigene Stufen (Lesen, Entwerfen, Antworten, Verwalten). Direktnachrichten sind nur den beiden Beteiligten zugänglich. Dateien werden nicht über einen freien Pfad ausgeliefert, sondern über Routen, die vorher die Berechtigung prüfen. Die hochgeladenen Originale liegen in einem Objektspeicher, der nicht öffentlich lesbar ist; nach bestandener Prüfung erhält der Browser eine signierte Adresse, die nach fünf Minuten verfällt. Wird eine Person aus einer Organisation entfernt oder ihr Passwort geändert, verliert ihre bestehende Sitzung sofort ihre Gültigkeit.

Trennung. Produktions-, Test- und Entwicklungsdaten sind getrennt. Innerhalb der Datenbank sind alle Inhalte einer Organisation zugeordnet und werden über diese Zuordnung gefiltert.

Pseudonymisierung. Löscht eine Person ihr Konto, werden die Personenbezüge überschrieben (Name durch einen Platzhalter, E-Mail durch eine nicht zustellbare Ersatzadresse), während gemeinsame Team-Inhalte erhalten bleiben. Anhänge und Nachrichten, die ihr allein gehören, werden gelöscht.

Verschlüsselung gespeicherter Geheimnisse. Werte, die der Dienst im Klartext braucht und deshalb nicht hashen kann — die Signaturschlüssel deiner Automationen, die Einwurfadressen deiner Postfächer, die Geheimnisse des zweiten Faktors — liegen mit AES-256-GCM verschlüsselt in der Datenbank. Der Schlüssel dazu liegt in der Umgebung des Servers, nicht in der Datenbank und nicht in ihren Sicherungen. Was nicht verschlüsselt ist: Nachrichten, Aufgaben und Postfach-Inhalte selbst. Die Funktionen des Dienstes (Protokolle, Berichte, geteiltes Postfach, Suche) setzen lesbare Inhalte voraus; eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bieten wir nicht an und behaupten sie nicht.

Löschfristen und Rückgabe. Du kannst je Organisation festlegen, nach wie vielen Tagen Kanal-Nachrichten, Postfach-Verläufe und erledigte Meldungen entfernt werden; ein täglicher Lauf setzt das um und vermerkt es im Protokoll. Jede Person kann ihre eigenen Daten als Datei (JSON) herunterladen.

2. Integrität

Übertragung. Der gesamte Verkehr zwischen Endgerät und Server läuft über TLS mit gültigen, automatisch erneuerten Zertifikaten. HSTS ist gesetzt. Unverschlüsselte Zugänge sind nicht erreichbar. Nach außen gehende Verbindungen der Anwendung sind gegen das Ansteuern interner Adressen abgesichert.

Eingaben. Alle Eingaben werden serverseitig gegen ein Schema geprüft, unabhängig von den Prüfungen im Browser. Datenbankabfragen sind parametrisiert. Hochgeladene Dateien werden anhand ihres tatsächlichen Inhalts (Magic Bytes) eingeordnet, nicht anhand der Angabe des Absenders; nicht sicher erkennbare Dateien werden nicht weiterverarbeitet und immer als Anhang ausgeliefert, nie im Browser ausgeführt. Aktive Formate sind gesperrt.

Nachvollziehbarkeit. Änderungen an Aufgaben werden als Verlaufseinträge mit Person und Zeitpunkt festgehalten. Meldungen über Inhalte, Moderationsentscheidungen und Freigaben im E-Mail-Ausgang sind mit Person und Zeitpunkt gespeichert. Darüber hinaus führt jede Organisation ein Protokoll der unumkehrbaren und vertrauenskritischen Handlungen (Rollenwechsel, Schlüssel und Automationen, Postfächer, endgültige Löschungen, Sicherheitseinstellungen) — und jeden Zugriff unseres Supports auf Daten der Organisation. Inhaber:in und Verwaltung sehen es in der App; es wird ein Jahr aufbewahrt.

3. Verfügbarkeit und Belastbarkeit

Der Dienst läuft in Containern mit begrenztem Speicher und begrenzter Prozesszahl, sodass ein einzelner Fehler nicht den ganzen Server mitnimmt. Ein Wächter prüft alle fünf Minuten Erreichbarkeit, Plattenplatz, alle Dienste, die Aktualität der Sicherung und neue Fehlermeldungen und alarmiert per E-Mail; zusätzlich meldet er sich bei einem externen Dienst, der Alarm schlägt, wenn er selbst ausfällt. Fehler der Anwendung laufen in einen Fehler-Tracker mit Rechenzentrum in der EU; Inhalte, Sitzungsmerkmale und Zugangsdaten werden vor dem Versand entfernt.

Der Anbieter des Servers hält die Anlage vor; das Betriebssystem bezieht Sicherheitsaktualisierungen automatisch.

4. Sicherungen

Jede Nacht werden die Datenbank und alle abgelegten Dateien gesichert — sowohl die auf der Anlage selbst als auch die im Objektspeicher. Die Sicherung wird zusätzlich zu einem zweiten Anbieter in einem anderen Rechenzentrum übertragen, damit ein Ausfall der Anlage nicht auch die Sicherung trifft. Der Übertragungsweg ist verschlüsselt (SFTP). Der Zielspeicher ist ein eigenes Unterkonto ohne Zugriff auf andere Daten und mit Zwei-Faktor-Schutz am Hauptkonto; der Anbieter erstellt darüber hinaus eigene tägliche Momentaufnahmen, die vom Server aus nicht verändert werden können.

Vor dem Überschreiben wird geprüft, ob die Quelle plausibel ist; ersetzte Dateien wandern in einen datierten Ordner und bleiben 30 Tage rückholbar. Eine Wiederherstellung wurde am 06.09.2026 vollständig durchgespielt und mit dem Ausgangsstand verglichen.

Aufbewahrung: Datenbankabzüge 14 Tage lokal und 90 Tage extern; der Spiegel der Dateien folgt dem laufenden Stand, ersetzte Fassungen 30 Tage.

5. Verfahren zur Überprüfung

Der Code wird versioniert; jede Änderung ist einem Zeitpunkt und einem Grund zugeordnet. Vor jeder Auslieferung laufen Typprüfung und eine automatisierte Testsuite. Sicherheitsrelevante Regeln sind durch Tests abgesichert, die anschlagen, wenn eine Regel entfernt wird. Abhängigkeiten werden regelmäßig auf bekannte Schwachstellen geprüft. Der Gesamtbestand wurde zuletzt am 02.09.2026 einer vollständigen Prüfung von Anwendung und Serverbetrieb unterzogen; die Befunde sind abgearbeitet.

6. Auftragskontrolle

Unterauftragsverarbeiter werden nach ihren Datenschutz- und Sicherheitszusagen ausgewählt und vertraglich gebunden (Anlage 3). Weisungen und Meldewege sind in diesem Vertrag festgelegt.


Anlage 3 — Unterauftragsverarbeiter

Stand: 10.09.2026

UnternehmenLeistungOrt der VerarbeitungGrundlage bei Drittlandbezug
Hostinger International Ltd.Betrieb des Servers (VPS)Deutschland (Köln)
Hetzner Online GmbHSpeicherung hochgeladener Dateien (Object Storage) und externe Sicherung (Storage Box)Deutschland
Sendinblue GmbH (Brevo)Versand von System- und Bestätigungs-E-MailsEU
Stripe Payments Europe, Ltd.Zahlungsabwicklung der PaketeEU / USAEU-Standardvertragsklauseln
Anthropic PBCKI-Funktionen (Protokolle, Berichte, Vorschläge)USAEU-Standardvertragsklauseln
Functional Software, Inc. (Sentry)Fehler-TrackerEU (Rechenzentrum Frankfurt)
Google Ireland Ltd.Push-Zustellung Android (FCM)EU / USAEU-Standardvertragsklauseln
Apple Inc.Push-Zustellung iOS (APNs)USAEU-Standardvertragsklauseln
Cloudflare, Inc.Bot-Schutz bei Registrierung und AnmeldungEU / USAEU-Standardvertragsklauseln
Meta Platforms Ireland Ltd. (WhatsApp Business API)Zustellung von Meeting-Protokollen an Mitglieder, die eine WhatsApp-Nummer eingetragen haben — über unseren eigenen AutomatisierungsserverEU / USAEU-Standardvertragsklauseln

Hinweise

  • Anthropic erhält nur die Inhalte, die für die jeweilige KI-Funktion nötig sind, und nur, wenn du die Funktion nutzt. Eine Verwendung zum Training der Modelle findet nach den Geschäftsbedingungen der API nicht statt. Du kannst alle KI-Funktionen für deine Organisation selbst abschalten (Apps → Sicherheit & Datenschutz); dann verlässt kein Inhalt deiner Organisation mehr den Dienst in Richtung Anthropic.
  • WhatsApp erhält Nummer und Protokolltext nur für Mitglieder, die im eigenen Profil eine Nummer eingetragen haben; das Eintragen ist die Einwilligung der Person.
  • Have I Been Pwned (Troy Hunt, Australien) ist kein Unterauftragsverarbeiter: Bei der Prüfung eines neuen Passworts gegen bekannte Datenlecks werden ausschließlich die ersten fünf Zeichen eines SHA-1-Hashes übermittelt — kein Passwort, kein Hash, keine Kennung der Person. Der Dienst erfährt weder, welches Passwort geprüft wurde, noch für wen. Er steht hier der Vollständigkeit halber.
  • Sentry erhält Fehlermeldungen. Inhalte von Anfragen, Cookies, Kopfzeilen mit Zugangsdaten und der Abfrageteil von Adressen werden vor dem Versand entfernt. Eine Aufzeichnung von Sitzungen („Session Replay") ist abgeschaltet.
  • Stripe erhält die für die Zahlung nötigen Daten direkt von dir; Kartendaten laufen nicht über unsere Server und werden von uns nicht gespeichert.
  • Push-Dienste erhalten die Geräte-Kennung und den Text der Benachrichtigung. Wer keine Benachrichtigungen erlaubt, wird dort nicht geführt.
  • Video- und Sprachanrufe laufen über einen von uns selbst betriebenen Server auf derselben Anlage; ein fremder Anbieter ist daran nicht beteiligt.

Stand: 10.09.2026